INKOTA Dossier - Gute Arbeit, schlechte Arbeit: Decent Work und der Kampf um eine würdige Beschäftigung weltweit

INKOTA Dossier 6 - Dezember 2009
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Vor genau zehn Jahren hat der Generaldirektor der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), Juan Somavia, erstmals das Konzept Decent Work in die öffentliche Diskussion gebracht. Nach zwei Jahrzehnten scheinbar unangreifbarer Dominanz hatte im Jahr 1999 der schöne Schein der neoliberalen Traumwelt zu verblassen begonnen. Die Ideologie von Freihandel, Privatisierung und Deregulierung geriet in die Krise, eine neue Bewegung entstand und feierte bei den Protesten gegen die WTO-Ministertagung in Seattle ihre ersten Erfolge. In diesen historischen Kontext ist die Entstehung des Decent-Work-Konzepts eingebettet, das als Grundrecht mit "menschenwürdige Arbeit" übersetzt wird. Zehn Jahre Decent Work sind ein guter Anlass für eine Zwischenbilanz. Denn seit 1999 hat das Konzept eine erstaunliche Karriere erlebt. Was wurde erreicht, was kann noch erreicht werden? Wo liegen die Stärken, wo finden sich Schwächen? Hilft das Konzept, um verbindliche gesetzliche Regelungen im Bereich der sozialen Unternehmensverantwortung voranzubringen? Um diese Fragen geht es im INKOTA-Dossier 6 "Gute Arbeit, schlechte Arbeit - Decent Work und der Kampf um eine würdige Beschäftigung weltweit".

Aus dem Inhalt:

  • Editorial
  • Eva Senghaas-Knobloch: Mehr als ein schönes Wortpaar. Was steht hinter dem Konzept Decent Work - und was kann es erreichen?
  • Michael Krämer und Armin Massing: Gute Arbeit, schlechte Arbeit - ein Glossar
  • Anja Franck: Standards mit Schlagseite. Kernarbeitsnormen und Decent-Work-Agenda vernachlässigen die Situation von Frauen
  • Hans-Jürgen Urban: Handlungsfeld Welt-Arbeit. Globale Gute Arbeit und internationale Solidarität
  • Johanna Fincke (CIR) und Wolfgang Heller (ILO): Sollte würdige Arbeit für Kinder Teil des Decent-Work-Konzepts werden? Ein Pro und Contra
  • Peter Waterman: Nach vorn in die Vergangenheit. Warum das Decent-Work-Konzept grundlegend falsch ist
  • Anannya Bhattacharjee: Damit es zum Leben reicht. Die "Asia Floor Wage Campaign" kämpft für einen Mindestlohn für TextilarbeiterInnen
  • Andreas Lehrner: Arbeitsplätze - verraten und verkauft. Wie sich Liberalisierung auf Beschäftigung auswirkt
  • Sarah Bormann und Johannes Knierzinger: Kauft gute Arbeit! Verbindliche Unternehmensverantwortung und öffentliche Beschaffung als Mittel zur Durchsetzung guter Arbeit
  • Volkmar Lübke: Das Geschäft mit Sozialaudits. Wenn Unternehmen die Überprüfung von Sozialstandards kontrollieren, können sie auch die Ergebnisse manipulieren
  • Volkmar Lübke: Geschäftsfeld Ethik. Profitabel: Wie durch schlechte Arbeitsbedingungen neue Dienstleistungen entstehen
  • Christina Deckwirth: Green New Deal für gute Arbeit. Die Debatte um grüne Jobs und einen sozial-ökologischen Strukturwande
  • Ausbeutung in Raumanzügen. Ein Interview mit Pathma Krishnan über die Arbeitsbedingungen in der Computerproduktion Malaysias
  • Juliane Karakayali: Transnationale(s) Sorgen. Unkontrolliert und prekär: Die Arbeitsbedingungen migrantischer Arbeiterinnen in der häuslichen Pflege
Artikel Nr.:
Dos-006
Themen: 
Soziale Verpflichtung für Unternehmen
Format: 
INKOTA-Dossier
Schlagworte (Tags) : 
Arbeitsbedingungen
2,50 €