INKOTA Brief - Fairer Handel heute. Erfolge, Herausforderungen, Kontroversen

INKOTA Brief 145 - September 2008
ibrief145.jpg

Die Erfolgsmeldungen aus dem Fairen Handel reißen nicht ab, seit Langem verbucht er hohe zweistellige jährliche Zuwachsraten. Rund 1,5 Millionen Menschen arbeiten weltweit für den Fairen Handel und profitieren von besseren Preisen und Arbeitsbedingungen. Doch mit dem Erfolg tauchen auch neue Probleme auf. Umstritten ist unter anderem die Zusammenarbeit mit Konzernen, die sonst für ihre schlechten Arbeitsbedingungen in der Kritik stehen. Die Fairhandelsszene diskutiert, welche Kompromisse erlaubt sind, um den eigenen Umsatz zu steigern, und wie die eigenen Kriterien weiterentwickelt werden müssen. Über diese Diskussionen und vieles mehr informiert der INKOTA-Brief 145. Es schreiben unter anderem Annette Jensen, Gerd Nickoleit, Sujoy Srimal, Anja Osterhaus, Martin Klupsch, Markus Frieauff und Christoph Scherrer.

Der INKOTA-Brief 145 ist leider vergriffen, steht aber als Download zur Verfügung.

Aus dem Inhalt:

  • Editorial
  • Annette Jensen: Masse oder Klasse. Wohin sich der Faire Handel entwickeln soll ist umstritten
  • Michael Krämer: Fairer Handel - ein Glossar
  • Gerd Nickoleit: Große Herausforderungen. Der Faire Handel in zehn Jahren: Visionen, Chancen, Gefahren
  • Sujoy Srimal: Vom rechten Weg abgekommen. Ein kritischer Blick auf die Entwicklung der Fairhandelsbewegung von Produzentenseite
  • Anja Osterhaus: Zwischen Wachstumskrise und Nischendasein. Die Entwicklung des Fairen Handels in Europa verläuft sehr unterschiedlich
  • "Ein zukunftsfähiger Weltladen muss wirtschaftlich sein". Ein Gespräch mit Claudia Greifenhahn (LadenCafé aha) und Norbert Pfütze (FAIRE) über den Fairen Handel in Ostdeutschland
  • Martin Klupsch und Markus Frieauff: Sollte der Faire Handel wieder politischer werden? Ein Pro und Contra
  • Dierk von Drigalski: Saubere Bananen. Urocal - Eine Erfolgsgeschichte des Fairen Handels in Ecuador
  • Thorsten Lampe: Wie viel Wohlstand ist fair? Beim Kaffee zeigt sich die Schwierigkeit, einen "fairen" Preis zu definieren
  • Dominic Kloos: Der Wunsch nach "sauberer" Kleidung. Kann ethische Mode sich zur Konsumalternative entwickeln?
  • Christoph Scherrer: Neue Regeln für den Welthandel. Durch marktorientierte Instrumente allein wird der internationalen Handel kaum fairer
  • Armin Massing: Fair weiterlesen. Eine Einführung in den Fairen Handel und eine wissenschaftliche Studie zu seinem Beitrag zur Armutsminderung

Außerdem in diesem Heft:

  • KOMMENTARE:
    • Bloß keine diplomatische Pflichtübung (Jens Martens)
    • "Neutrale Beratung" in die eigene Tasche (Armin Massing)
  • WELTAGRARBERICHT:
    • Die Zukunft der Landwirtschaft. Der Weltagrarbericht zeigt Auswege aus der Hungerkrise (Benny Haerlin)
  • BLICKWECHSEL:
    • "Das Land denen, die es bebauen". Santiago Flores hat Landkonflikte in Urugay begleitet
  • KLEIDERKAMPAGNE:
    • Die guten Prüfer. Die Fair Wear Foundation kontrolliert unabhängig Arbeitsbedingungen in der Textilproduktion (Gisela Burckhardt)
    • "Man kann Verbesserungen feststellen". Interview mit der Arbeitsrechtsaktivistin Mei Huang über die Situation in China
  • LITERATUR PUR:
    • Blogs aus Havanna. Kubanische Alltagswelten in Desde aquí­ und Generación Y (Reinaldo Escobar und Yoani Sánchez)
  • REZENSIONEN:
    • Harald Schumann, Christiane Grefe: Der globale Countdown. Gerechtigkeit oder Selbstzerstörung - Die Zukunft der Globalisierung
    • Michael Frein/Hartmut Meyer: Die Biopiraten. Milliardengeschäfte der Pharmaindustrie
    • Walter Skrobanek: Nach der Befreiung. Damit ihr wisst, dass das Leben weitergeht. Tagebuch aus Vietnam 1975
    • Jorge Edwards: Faustino
    • Santiago Roncagliolo: Roter April
    • Fatou Diome: Ketala
Artikel Nr.:
IB-145
Format: 
Download, Südlink/ INKOTA-Brief
Schlagworte (Tags) : 
Fairer Handel
PDF Icon Download (4.72 MB)
0,00 €