Entwicklungspolitik goes Agrarindustrie

Eine kritische Analyse von initiativen zur Förderung des internationalen Agribusiness im Landwirtschafts- und Ernährungsbereich
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Statt auf eine öffentliche Entwicklungsfinanzierung, die unmittelbar auf Armutsbekämpfung abzielt, wird in der deutschen und internationalen ländlichen Entwicklungspolitik zunehmend auf Konzerne der Agrar- und Ernährungsindustrie gesetzt. Öffentlich-private Partnerschaften (Public Private Partnership, PPPs) spielen argumentativ, in der strategischen Schwerpunktsetzung und in der Außendarstellung insbesondere des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) eine zunehmend zentrale Rolle – auf Kosten der eigentlichen Zielgruppen wie Kleinbauern und Kleinbäuerinnen und zugunsten der Profitinteressen der Konzerne.

Die Studie Entwicklungspolitik goes Agrarindustrie des Forums Umwelt und Entwicklung bietet einen Überblick über die zentralen Initiativen des BMZs, darunter die German Food Partnership (GFP) und die Neue Allianz für Ernährungssicherheit (Neue Allianz), formuliert Schwächen und blinde Flecken des PPP-Ansatzes im Ernährungsbereich und stellt klare Forderungen an die Bundesregierung.

Die Hauptforderungen des Forums Umwelt und Entwicklung sind: PPPs dürfen nicht zum Schwerpunkt der deutschen Entwicklungszusammenarbeit werden, die Bundesregierung ist aufgefordert detailliert offen zu legen, wer im PPP Bereich wofür wie viele Entwicklungsgelder erhält, alle PPPs im Bereich ländliche Entwicklung und Ernährungssicherung sollten von unabhängiger Stelle systematisch evaluiert werden und Agrarkonzerne dürfen im Rahmen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit weder politisch noch finanziell gefördert werden.

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Artikel Nr.:
FUE_PP_2014_1
Themen: 
Welternährung & Landwirtschaft
Format: 
Download, Studie
Schlagworte (Tags) : 
Agrarindustrie, Entwicklungspolitik
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