INKOTA-texte 2 - Entschuldung für die Armen?

Fünf Jahre nach Köln - eine Bilanz der HIPC-Initiative
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Auf dem Weltwirtschaftsgipfel in Köln beschlossen 1999 die G7-Regierungschefs die Erweiterung der HIPC-Initiative. Ziel der Initiative war es, die Entlastung von 38 hoch verschuldeten Ländern auf ein tragfähiges Maß zu erreichen. Neu war dabei die explizite Verknüpfung der Entschuldung mit der Armutsbekämpfung, für die die frei werdenden Mittel eingesetzt werden sollen. Ein wichtiges Instrument dazu sind nationale Strategien zur Armutsbekämpfung, die die Schuldnerregierungen unter Beteiligung der Bevölkerung erarbeiten müssen bevor über einen Schuldenerlass entschieden wird. Im vorliegenden Band bilanzieren die AutorInnen aus zivilgesellschaftlicher Sicht Erfolge und Fehlschläge bei der Entschuldung und Armutsbekämpfung seit dem Kölner Gipfel.

Die Beiträge im ersten Teil geben einen Überblick über die Umsetzung der HIPC-Initiative in den letzten fünf Jahren. Welche Länder haben bisher profitiert und ist die Entschuldung tragfähig? Wie hat sich der Schuldenerlass auf die Armutssituation in den betroffenen Ländern ausgewirkt und welchen Einfluss hatte die Bevölkerung auf die Erarbeitung und Umsetzung der Armutsstrategien? Welche Entschuldungsmöglichkeiten haben Länder, die sich nicht für die HIPC-Initiative qualifizieren können? Der zweite Teil untersucht die Auswirkungen der Entschuldungsbemühungen der Gläubiger anhand konkreter Länderbeispiele. Neben sechs HIPC-Ländern (Bolivien, Mosambik, Nicaragua, Sambia, Tansania, und Uganda) widmen sich vier weitere Analysen hoch verschuldeten Ländern, die nicht zum begrenzten Kreis der HIPCs gehören (Argentinien, Brasilien, Indonesien und Irak).

Artikel Nr.:
IT-002
Themen: 
Sonstige Materialien
Format: 
Broschüre
Schlagworte (Tags) : 
G7
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